Die gute Nachricht Führungsbrief 1/2011
Liebe alte und junge Adler!
Der Sommer ist mit aller Pracht ins Land gezogen und unser stolzer Verbund der alten und jungen Fallschirmspringer gibt allseits ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Das ist überwiegend ein Verdienst von Chris Huber und Martin Zagar. Aber auch von Paul Meyer, Daniel Englisch und aller Landeschefs. Sie sind sehr rührig und ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Verbundes. Jeder der unsere Homepage besucht, kann die umfassenden Aktivitäten selbst erkennen.
1. Neuorientierung von MILF-Ostarrichi! Warum?
Die Zeiten ändern sich. Wir müssen es auch. Die erste große Umgliederung steht ins Haus. Das Führungsinstrument braucht eine effizientere Breite und die Länder eine erheblich größere Führungsdichte.
Daher wird der Stab ausschließlich in Saalfelden disloziert und eine ähnliche Gliedrung aufweisen wie ein militärischer Stab.
Die Länder werden neu organisiert und erhalten eine höhere Anzahl an dislozierten Verantwortungsträgern vor Ort.
Wir müssen rasch, elastisch und situationsbezogen Handeln können. Entschlossenes Zuwarten war zu Beginn 2008 wichtig, entspricht aber nicht mehr den heutigen Anforderungen.
2. Wir Verfolgen weiterhin folgende Ziele:
2.1. Fallschirmspringen wann und wo es immer möglich ist. Hier spielen wir auf der internationalen Geige.
2.2.Schießausbildung. Hier spielen wir auf der europäischen Geige!
2.3. Abenteuerausbildung! Da hilft uns unsere Gebirgswelt.
2.4. Traditionspflege und Pflege des Heimatgedankens. Das bedarf keiner weiteren Erläuterung, das ist für Soldaten und Polizisten eine Selbstverständlichkeit.
3. Sparverein sind wir keiner. Unser Sozialwerk gehört unseren Mitgliedern. Nächstenliebe und Kameradschaft sind die Basis für unser Sozialwerk, aber nicht „Fernstenliebe“.
4. Die Zusammenarbeit mit dem Bundesheer wird intensiviert werden. Aber auch die deutsche Bundeswehr hat großes Interesse an uns. Selbst höchste Offiziere der Bundeswehr haben an uns Gefallen gefunden. Meine Kontakte zur Infanterieschule Hammelburg, zur LL/LT-Schule Altenstadt und zur Offiziersschule in Dresden tragen Früchte! 2012 besuchen wir die Führungsakademie in Hamburg. Hier unterstützt uns der frischgebackene Kommandant des Truppenübungsplatzes Seetaler Alpen, Oberst Manfred Hofer!
5. Oberst Königshofer von der TherMilAk, selbst Fallschirmspringer aus Passion, wird uns beim internationalen Einstieg an den jeweiligen ausländischen Infanterie, Offizier, Fallschirm und Spezialkräfte- Schulen unterstützen.
6. Der Kretagedenktag am 21. Mai war ein voller Erfolg. Mehr als einhundert Teilnehmer gedachten der großen Opfer, die von Fallschirmjägern und Gebirgsjägern erbracht wurden. Es wurde auch der Opfer der Engländer, Australier, Neuseeländer und Griechen gedacht! Es ist immer eine miserable Politik die zum Krieg führt. Die Schuld liegt immer auf beiden Seiten, denn niemand kann alleine einen Tango tanzen. So ein australischer Teilnehmer!
Die Weihestunde beim Fallschirmjägerdenkmal war aber auch dem Gedenken an unseren Kameraden Patrick Wolf gewidmet. Der Bruder von Patrick Wolf, Christoph Wolf legte mit mir gemeinsam den Kranz zu Füßen des stürzenden Adlers nieder. Alle Teilnehmer spürten ein Würgen im Halse und mancher und manchem stand der Schimmer der Rührung in den Augen.
Als ein Höhepunkt der Feier war die Ehrung des 93 jährigen ehemaligen Fallschirmjäger Oberjäger Sepp Moosbauer. Sepp Moosbauer war Fallschirmjäger der ersten Stunde und ist einer der letzten lebenden Kretakämpfer. Er sprang am 20. Mai über Kreta ab und fand sich im Tavronitisbachbett, ganz in der Nähe des Flugplatzes Maleme und der Höhe 107 wieder. Der Platz auf dem das Fallschirmjägerdenkmal von Feldbach steht, führt ab sofort den Namen Sepp Moosbauerplatz!
7. Aber es gibt auch Unerfreuliches.
So gebricht es einem Verantwortungsträger, des von uns sonst sehr geschätzten Vereines EMFV, an soldatischem und ehrenhaftem, gewissenhaftem und korrektem Verhalten. Er spielt Ankläger, Richter und Polizist in einem. Scheinbar unfähig des sinnerfassenden Lesens von gerichtlichen Schreiben und unfähig zum klaren und zutreffenden Verfassen eines Briefes, versucht er wieder zwei Mitglieder unseres Verbundes, in Verfolgung einer uralten und längst abgelutschten Causa, anzupinkeln. Er kann es scheinbar nicht lassen! So bezeichnet er zwei Mitglieder von uns in aller Öffentlichkeit des Internets als Übeltäter. Warum? Welches Gericht, welches Schiedsgericht, welches Kameradschaftsgericht hat das in einem ordentlichen Verfahren festgestellt? Und der Vorstand des EMFV schaut zu! Ich habe Herrn A. Schömer in dieser Causa frühzeitig informiert. Er stellte lapidar fest, dass er das Mail eh an den Verfasser des Briefes und Präsident weitergeschickt hätte. Z.zt.ist leider A. Schömer außer Gefecht und kann daher nicht Vernunft gebietend eingreifen. Ich hoffe, dass er nach seiner Gesundung dem unappetitlichen Treiben ein Ende setzt. Warum hat der EMFV es notwendig in einem laufenden zivilgerichtlichen Verfahren zwei unbescholtene Berufssoldaten übel zu Schmähen? Ja das wissen sie wohl selber nicht. Hier schafft Information nicht Wissen, sondern es werden fahrlässig „Glaubenskriege“ nutzlos befeuert! Hier wird nicht um Recht und Gerechtigkeit gestritten, sondern bösartig Argwohn und Generalverdacht manipulativ unter das Volk gestreut! An und für sich ein Fall für den deutschen Bundestag und Wehrbeauftragten! Schließlich steht der Verfasser der Schmähworte ja in einem öffentlichen Dienstverhältnis der Bundesrepublik Deutschland!!!!
Nochmals zu Information:
Vor Jahren hat der EMFV zwei ihrer ehemaligen führenden Mitglieder angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Salzburg suchte und suchte mehr als 3 Jahre, fand aber keinen strafwürdigen Tatbestand. Es gab kein Tatbild welches verfolgungswürdig wäre. Über 50 Personen wurden einvernommen, aber es wurde nicht der noch so geringfügige Beweis für eine Gesetzwidrigkeit gefunden. Daher stellte die Staatsanwaltschaft Salzburg die Ermittlungen ein. Natürlich freut dies dem einen oder anderen paranoiden Eiferer nicht, wie ein Erhebungsbeamter sagte!
Ich fasse zusammen:
Das Ermittlungsverfahren ergab keinen einzigen strafwürdigen Tatbestand!
Nach einer langen Schrecksekunde kam man im EMFV Vereinsvorstand zur Ansicht, nochmals anzugaloppieren und auf dem Zivilgerichtsweg zu klagen. Auch das dauerte wieder Monate, denn es galt vorerst rechtlich zu prüfen, ob dies in der europäischen Rechtsordnung möglich ist. Nach einem monatelangem „hängen und würgen“ entschied man sich das Verfahren in Traunstein/Deutschland abzuführen! Aber jeder Zivilrechtsprozess nach einem eingestellten strafrechtlichen Ermittlungsverfahren ist ein teures Rückzugsgefecht, nach dem Motto:“ Vorwärts Kameraden, wir müssen zurück!“ Ich werde Euch darüber am Laufenden halten!
8. Ausblick:
Wir, liebe alte und junge Adler, haben uns mit vielen wehrpolitisch relevanten Vereinen verschränkt. Es gilt nach wie vor, all jenen, die gegen uns Soldaten schon immer die Lanze eingelegt haben, zu stoppen. Wir müssen in der öffentlichen Meinung eine starke Stimme für unser Heer sein.
Hierzu muss uns jedes demokratische Mittel, welches der Sitte und dem guten soldatischen Anstand entspricht, nützen. Wir Soldaten wollen nicht streiten, Streithansln sind uns ein Gräuel, aber wir sind beharrliches Kämpfen gewöhnt. Unsere Durchhaltefähigkeit ist Legende! Man kann uns weder biegen noch brechen! Noch wohnt der alte Kämpfergeist in uns. Der Geist der Wiederaufbaujahre, der Geist der Verantwortung in Freiheit. Wir lehnen Herrschertypen ab. Wir lehnen jene ab, die sich auf Kosten von Springern die Taschen vollstopfen. Wir wollen modernes Leadership in der Verbundsführung, wir wollen leistungsfähige Könner und demutsvolle Siegertypen an unserer Spitze.
Damit wollen wir in das Entscheidungsjahr 2012 gehen. Dort werden wir eine neue Führungsspitze wählen. Eine, die unangefochten in der Sache und nicht schwatzhaft in der Beurteilung Anderer ist.
Unsere größte Stärke ist unsere Gelassenheit und unsere Toleranz.
Nicht umsonst lautet einer unserer Wahlsprüche: „Die Schakale heulen-aber die Karawane zieht weiter!“ Oder wie Chris Huber immer sagt“ Was schert es der Eiche, wenn sich die Sau an ihrem Stamme reibt!“
Daran wollen wir uns halten. Hoffnungsvoll und zukunftsfroh, einig lasst in Brüderchören, Vaterland dir Treue schwören…….So liest es sich in unserer Bundeshymne. Damit wollen wir ein gutes und leistungsorientiertes Jahr 2011 gestalten
In kameradschaftlicher und auch zuversichtlicher Verbundenheit bin und bleibe ich
Euer Präsident
Brigadier Josef Paul Puntigam, Fam OT
Horridoh